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Lokalisierung der Anwendung
Wer sich jetzt fragt, was "Lokalisierung" hier meint - und es vielleicht gar mit "Location Based Services" aus dem Mobilfunk verwechselt, der sei kurz aufgeklärt: Wir sprechen hier davon, wie man der Anwendung beibringt, sich in einer anderen "Landessprache" zu präsentieren. Im Zusammenhang mit der Konfigurationsseite haben wir bereits gesehen, dass sich verschiedene Sprachen auswählen lassen. Während in der "originalen Konfiguration" (also ohne Änderungen) die ganze Anwendung "auf Englisch" erscheint, und das Menü, in welchem wir die genannte Seite finden, "Edit" heißt - wird es nach Auswahl von "German" zu "Bearbeiten" - und die zugehörige Hilfeseite würde ebenfalls in Deutsch angezeigt. Gleiches gilt dann natürlich auch für den Rest der Anwendung.
Ist eine gewünschte Sprache nicht (oder nur unvollständig) vorhanden, erschwert das dem Benutzer natürlich den Umgang mit der Applikation (insbesondere ein Mix aus Englisch und der gewünschten Sprache kann manchmal verwirrend sein - das vollständige Fehlen ist jedoch meist noch "schlimmer"). Doch in diesem Fall liegt es am Anwender (bzw. dem jeweiligen "Admin"), das "Problem" zu beheben: Ich (der Entwickler) spreche nun einmal nicht alle Sprachen der Welt, und kann daher hier nur begrenzt wirksam werden. Jeder kann diese Aufgabe übernehmen, ohne großartige Vorkenntnisse - abgesehen von Englisch und der Zielsprache.
Was oft fehlinterpretiert wird: Keiner muss diese Arbeit ganz allein machen. Selbst wenn jemand nur einen kleinen Teil der Übersetzungen beisteuert (und das beinhaltet natürlich auch, die erstellten Übersetzungen an den Entwickler zu schicken, damit sie in der nächsten Version Teil des Paketes sind), kann jemand anderes weitermachen (und sowohl auf diesen ersten Übersetzungen aufbauen - als auch wiederum seine Ergebnisse einschicken). So verteilt sich die Arbeit - und alle haben etwas davon.
Lokalisieren des Web-Interfaces
Dies geschieht einfach, indem man den Übersetzungs-Editor benutzt.
Lokalisierung der Online-Hilfe
Die Online-Hilfe benutzt eine ältere Version der iFAQMaker API - welche bei Gelegenheit natürlich wieder aktualisiert wird. Daher lässt sich in der Dokumentation vom iFAQMaker nachschlagen, wie diese Dateien aufgebaut sind. Es sind hier zwar nicht alle dort aufgeführten Makros etc. verfügbar (die z.T. erst in jüngeren Versionen hinzugefügt wurden) - aber die Syntax für die Ersetzung von Variablen und Übersetzungen, sowie der generelle Aufbau der Datei ist noch immer derselbe. Außerdem sind ja bereits Hilfe-Dateien vorhanden, an denen man sich orientieren kann.
Die Aufgabe ist also nicht zu schwer zu bewältigen, und das Vorgehen ist recht klar:
- Die zu bearbeitenden (übersetzenden) Dateien aus dem Verzeichnis help/en in das durch den zwei Zeichen langen internationalen Code identifizierte Verzeichnis der Zielsprache (z.B. help/fi für Finnisch - das richtige Kürzel findet man z.B. in der Datei setup/tech_data.sql) kopieren. Existiert das Verzeichnis noch nicht, erstellt man es eben zuvor. Natürlich kann man auch mit einer "leeren Datei" anfangen - aber so ist es einfacher.
- Jetzt werden die Kopien im Zielverzeichnis bearbeitet - d.h. aus dem Englischen in die Zielsprache "übersetzt". Hierbei kommt es nicht auf eine möglichst wortgetreue Übersetzung an - sondern darum, dass der beschriebene Inhalt so verständlich wie möglich ist. Weiterhin wird empfohlen, die Strukturen ("title blocks") beizubehalten, damit Referenzen auch nach wie vor an der richtigen Stelle landen (z.B. auch dann, wenn aus einer noch nicht übersetzten Englischen Datei auf eine bereits fertiggestellte Hilfeseite verwiesen wird).
Das war's dann auch schon. Wer nun die gerade bearbeitete Zielsprache in der Konfiguration auswählt, bekommt die Hilfeseiten nun auch entsprechend angezeigt - sie werden anhand des Verzeichnis- und Dateinamens automatisch erkannt. Was nun noch fehlt, ist: Das ganze Verzeichnis in ein Archiv (z.B. *.zip oder *.tar.gz) packen, und an das Projekt zurückschicken (auch wenn nicht alle Seiten übersetzt wurden!) - damit auch andere etwas davon haben (und/oder mit der Arbeit fortfahren können).
A propos "alle Seiten": Es gibt da ein paar Seiten, die man besser auch gar nicht übersetzen sollte - wie z.B. credits.inc…
